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So findest du den richtigen Kratzbaum für deine Katze

Zwei Katzen nutzen Kratzbaum im Wohnzimmer – ideal für Mehrkatzenhaushalte

Kratzbäume gibt es in den verschiedensten Größen, Formen und Ausführungen – der Markt ist riesig, und die Auswahl kann schnell überfordernd wirken! Wenn du den richtigen Kratzbaum für deine Katze suchst, tauchen sicher viele Fragen auf:

  • Welche Größe ist ideal?
  • Echtholz, Naturstämme oder umwickelte Papphülsen?
  • Sisal oder Teppich?
  • Höhle oder offene Liegeflächen?
  • Wo ist der perfekte Standort?

Ein Kratzbaum ist für Katzen unverzichtbar – er dient als Kratzmöglichkeit, Aussichtspunkt und Rückzugsort und auch als Spiel- und Kletterplatz. Doch worauf solltest du achten, wenn du einen Kratzbaum kaufen möchtest? In diesem Artikel erfährst du, welcher Kratzbaum für große Katzen oder den Mehrkatzenhaushalt geeignet ist.

Stabilität und Sicherheit

Ein Kratzbaum muss absolut stabil stehen und sicher befestigt sein. Wackelt er, kann sich deine Katze unsicher fühlen und ihn sogar meiden. Zudem besteht Unfallgefahr, wenn er umfällt oder Teile abbrechen.

Kratzbäume mit Stämmen und Liegeflächen aus Vollholz sind durch ihr Eigengewicht stabiler. Zudem sorgen hochwertige Verbindungen, z. B. durch Gewindestangen im Vollholzkern, für die nötige Sicherheit und halten auch große und besonders aktive Katzen aus. Günstigere Varianten mit Papp- oder Kunststoffhülsen sowie Spanplatten halten oft nur wenige Jahre. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind daher auch wichtige Aspekte: Ein hochwertiger Kratzbaum kann jahrzehntelang genutzt, repariert oder umgebaut werden.

Achte beim Kauf auf zertifizierte Materialien und dass keine schädlichen Schadstoffe (Kleber, Lacke usw.) verarbeitet wurden. Herstellende Firmen haben diese Infos in der Regel transparent auf ihren Webseiten oder stellen sie auf Nachfrage gerne zur Verfügung.

Schau dir auch die Verarbeitung genau an. Bei kostengünstigen Kratzbäumen oder -tonnen werden oft Sisalmatten anstatt gewickeltes Sisal verwendet und die Matten meistens getackert. Bei entsprechender Nutzung durch deine Katze, können sich die Tackerklammern lösen und im schlimmsten Fall sogar zu Verletzungen führen.

Katzen lieben die Aussicht

Katzen sind Kletterkünstler und lieben es hoch hinaus, um ihre Umgebung von oben zu beobachten können. Zudem kann sich deine Katze auf höheren Ebenen sicher und geschützt fühlen, aber gleichzeitig alles im Blick behalten. Ein guter Kratzbaum bietet daher mehrere Ebenen und idealerweise eine Verbindung zu weiteren hohen Plätzen, wie einem Schrank.

Auch Senioren oder Handicap-Katzen suchen gerne erhöhte Plätze auf. Du kannst also bereits beim Kauf deines Kratzbaums darauf achten, ob dieser sich durch zusätzliche Module oder Aufstiegshilfen erweitern oder umbauen lässt. So habt ihr viele Jahre Freude aneinander.

Kratzbaumgrößen

Große Kratzbäume sind mindestens 1,80 m oder höher, idealerweise deckenhoch. Sie bieten viel Aussicht auf unterschiedlichen Ebenen, erfüllen Kletterfreuden und eignen sich sehr gut für Mehrkatzenhaushalte, da es in der Regel verschiedene Ebenen und Ausweichmöglichkeiten gibt.

Mittelgroße Kratzbäume sind zwischen ca. 1,30 bis 1,80 m hoch. Sie können zum Beispiel gut vor einem Fenster platziert werden und eignen sich gut als zusätzliches Katzenmöbel, wenn schon ein großer Kratzbaum oder eine Kletterwand vorhanden ist.

Kleine Kratzbäume sind kleiner als 1,30 m und am ehesten für Kitten als Spielplatz, Rückzugsort und Schlafgelegenheit geeignet.

Warum Katzen kratzen & was der Kratzbaum bieten muss

Kratzen dient nicht nur der Krallenpflege, sondern auch dem Markieren des Reviers mit Pheromonen. Katzen stärken damit ihr Ego, bauen Frust ab oder fordern Artgenossen zum Spielen auf.

Wichtig:

  • Katzen kratzen vertikal, horizontal und diagonal.
  • Sie strecken sich beim Kratzen gerne lang aus – achte bei der Auswahl deines Kratzbaums darauf, dass es auch lange Kratzstämme von mindestens 80 cm Länge gibt.
  • Gut angeordnete Stämme ermöglichen es, nach oben zu klettern, ohne dass die Liegeflächen als Tritt genutzt werden müssen – besonders wichtig im Mehrkatzenhaushalt.

Kratzbäume im Mehrkatzenhaushalt

Kratzbäume sind oft beliebte und stark frequentierte Ressourcen. Damit es keinen Streit gibt, beachte bei der Auswahl folgende Punkte:

  • Mehrzahl: Mehrere Kratzbäume an unterschiedlichen, aber zentralen Standorten im Zuhause bieten Auswahlmöglichkeiten.
  • Mehrere Zugangsmöglichkeiten: Der Kratzbaum sollte von mindestens 2 Seiten gute zugänglich sein, damit er auch erklettert und genutzt werden kann, wenn eine Partnerkatze bereits auf dem Baum ist.
  • Zwei hohe Stämme: Bei zweistämmigen Kratzbäumen können beide Seiten von den Katzen gleichermaßen genutzt und gleichwertige Liegeflächen geschaffen werden.

Der ideale Standort für den Kratzbaum

Den richtigen Standort für Euren Kratzbaum findest du, wenn du schaust, wo sich deine Katzen am liebsten aufhalten. In der Regel sind sie gerne mitten im Geschehen und in der Nähe von ihren Bezugsmenschen.

  • Mittendrin statt versteckt: Verstehe den Kratzbaum als Möbelstück, welcher einen ebenso wichtigen Platz wie z. B. dein Sofa haben sollte. Platziere ihn dort, wo deine Katzen in deiner Nähe sein und alles beobachten können.
  • Selbstdarsteller: Katzen lieben es, bei ihren Inszenierungen beobachtet zu werden. Was nützen die tollsten Posen, wenn keiner zuschaut und sie bewundert?
  • Am Fenster: Ein Platz mit Blick nach draußen um das rege Treiben in der Natur zu beobachten, ist oft besonders beliebt.
  • Bitte nicht: In ungenutzten Ecken oder versteckt hinter einer Tür macht auch der tollste Kratzbaum keinen Sinn. Hier gibt es nichts Spannendes zu beobachten und der Kratzbaum wird zum Staubfänger.

Ergänzend zu einem Kratzbaum sind verschiedene Kratzbretter oder -matten an strategischen Stellen im Zuhause sehr sinnvoll.

Pflege, Reinigung & Langlebigkeit

Beim Kauf solltest du darauf achten, dass der Kratzbaum pflegeleicht ist:

  • Sind Kissen und Decken waschbar?
  • Lassen sich die Einzelteile gut reinigen?
  • Lassen sich abgekratzte Stämme austauschen?
  • Ist der Kratzbaum modular erweiterbar?
  • Lässt er sich flexibel umbauen, um sich veränderten Bedürfnissen anzupassen?
  • Gibt es austauschbare Elemente, falls sich die Optik der Einrichtung verändert?
  • Kann man Kissen, Höhlen oder Bettchen verändern, um der Katze etwas Abwechslung zu bieten?

So hilfst du deiner Katze bei der Eingewöhnung

Ein neuer Kratzbaum kann anfänglich kritisch beäugt und mit Skepsis behandelt werden. So kannst du deine Katze unterstützen:

  • Lass sie beim Aufbau dabei sein und die Einzelteile erkunden.
  • Zeige ihr die Kratzmöglichkeit, indem du mit den Fingernägeln leicht über das Sisal kratzt.
  • Vertraute Gerüche helfen: Lege getragene Kleidung auf die Liegeflächen und  wasche Kissen vor der Nutzung.
  • Integriere den Kratzbaum ins Spiel: Führe eine Spielangel oder Leckerchen auf den Kratzbaum, um ihn attraktiver zu machen.
  • Setze auf Katzenminze oder Baldrian, falls deine Katze darauf anspricht.
  • Lobe und belohne deine Katze ausgiebig, wenn sie den Kratzbaum nutzt.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst

  • Stabilität und Sicherheit haben oberste Priorität.
  • Lieber in hochwertige Verarbeitung investieren, um Langlebigkeit zu gewährleisten.
  • Mehrere Ebenen sind wichtig, besonders in Mehrkatzenhaushalten.
  • Lange Kratzstämme von mindestens 80 cm sind ideal.
  • Der richtige Standort ist dort, wo deine Katze das Geschehen beobachten kann.
  • Reinigung und Austauschbarkeit von Elementen erleichtern die Pflege.

Individuelle Beratung für dich und deine Katze

Du bist unsicher, welcher Kratzbaum für deine Katze am besten geeignet ist? Oder deine Katze ignoriert ihren Kratzbaum? Ich helfe dir gerne! Buche eine individuelle Haltungsberatung, und wir finden gemeinsam die beste Lösung für euch. 🚀

Weitere Beträge:

Kerstin_Hoefkes
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